Berufsschüler wandern „ohne Grenzen“

36 polnische Azubis lernen gerade die Zittauer Region kennen. Sie könnten die zukünftigen Fachkräfte für Sachsen sein.

Der typische Deutsche hat weiße Socken an, trägt einen dicken Bauch vor sich her und isst am liebsten Kartoffeln. – Dieses Klischee konnten die 36 polnischen Berufsschüler aus Jelenia Góra (Hirschberg) bereits durch eigene Beobachtungen widerlegen.

Die 17 bis 20-Jährigen Azubis aus den Fachrichtungen Bau, Mechanik und Hauswirtschaft erkunden gerade vom Trixi-Park aus das Zittauer Gebirge. Danach werden sie zwei Wochen lang Praktika in Betrieben im Dresdner Raum absolvieren. Das ist für sie etwas Besonderes, denn der praktische Teil der Lehre ist im Nachbarland noch nicht so üblich. Im März 2013 liegt dann die nächste sechswöchige Praxisphase dort an.

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Junge Polen lernen sächsische Firmen kennen

„Berufsausbildung ohne Grenzen“ heißt ein Projekt, das morgen in Zittau startet. Die Teilnehmer müssen auch hoch hinaus.

Zittau. In Zittau startet morgen ein bislang einzigartiges Projekt. Unter dem Titel „Berufsausbildung ohne Grenzen“ lernen 36 junge Polen die Berufsausbildung in Sachsen kennen. Wie für ihre deutschen Altersgefährten wechseln sich Lernen in einer Berufsschule und praktische Ausbildung in einer Firma ab. Nach zehn Wochen können sie ihre erworbenen Fähigkeiten in einem zweiwöchigen Praktikum in einem Unternehmen der Bau-, Metall- oder Hotelbranche unter Beweis stellen. Die Betriebe befinden sich vorrangig im Raum Dresden, wo die jungen Polen auch wohnen.

Die 17- bis 18-jährigen Teilnehmer haben vorher in Jelenia Gora (Hirschberg) einen Deutschkurs absolviert. Berufsschulen kennen sie bereits aus ihrer Heimat. Der praktische Teil der Lehre ist im Nachbarland jedoch noch nicht so üblich. Der Kurs in Sachsen soll ihnen bessere Chancen auf dem heimischen, dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt eröffnen.

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So funktioniert das Programm „Perspektive 50plus“ in der Oberlausitz

Warum gibt es das Programm Perspektive 50plus?

Das Programm wurde im September 2006 von der Bundesregierung beschlossen. Es soll helfen, Langzeitarbeitslose über 50 wieder fit zu machen für den Arbeitsmarkt und für sie Arbeitsplätze zu finden. Das Programm läuft bis Ende 2015.

Gibt es das Programm überall in Deutschland?

Ja. Das Programm ist flächendeckend angelegt. Da die Situation auf dem Arbeitsmarkt überall anders ist, wurde die Organisation in die Hände der Regionen gelegt. Die Jobcenter, also die Ämter zur Betreuung Langzeitarbeitsloser, können sich für diese Aufgabe Partner suchen, so Vereine, Unternehmen oder Bildungsgesellschaften.

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Vernissage in alter Villa

Im Rahmen des Projektes „Sorben… eine Minderheit ganz in unserer Nähe“ – Auf der Suche nach sorbischen Spuren entlang dem Jacobsweg und der Via Sacra in den Landkreisen Görlitz und Bautzen“ laden die Zeitsprung gGmbH und die ABS Robur GmbH Zittau alle Interessierten zur Vernissage am morgigen Mittwoch, dem 12.September, 10 Uhr, in die Villa „Alte Brauerei“ Zittau, Bahnhofstraße25, ein. Das teilt die ABS Robur mit. (SZ)