EuRegioVital(e)2011

6. Studien- und Arbeitstreffen

Im Rahmen der gemeinsamen Umsetzung des Projektes EuregioVital(e)2011 fand am 18.09.2013 das 6. Studien- und Arbeitstreffen in Zittau statt. Unter dem Titel „Die Region um Zittau – Von der Industrie zum Tourismus“ wurden zum einen gesundheitstouristische Potentiale der Region um Zittau vorgestellt und zum anderen ein bedeutendes Industriedenkmal der Region präsentiert. Nach einem kurzen Vortrag von Herrn Quauck, der beispielhaft die Entwicklung der Region von der industriellen und landwirtschaftlichen hin zu einer vermehrt touristischen Ausprägung darstellte, ging es anschließend zu einer Besichtigung des ehemaligen Tagebaus in Olbersdorf. Neben einen kurzen geschichtlichen Exkurs über die Entwicklung des Geländes vom Braunkohlelieferanten zu einem Erholungsgebiet, stellte Herr Grohmann, als Stellvertreter und Pressesprecher des Vereins und jetzigen Betreiber des Geländes Freizeitoase Olbersdorfer See e.V., das Nutzung- und Vermarktungskonzeptes vor.

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Dabei ging er u.a. auf das Zusammenwirken aller am und um den Olbersdorfer See wirtschaftlich tätigen Unternehmen bei der touristischen Erschließung dieses Gebietes, das Tourismusmarketing für die Region und die Zusammenarbeit mit den sächsischen Regionalverbänden im Landesfremdenverkehrsverband und mit anderen Verbänden sowie perspektivische Entwicklungstendenzen ein. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Erlebnis- und Fischrestaurant Captain Hook, verwies Herr Grohmann auf die wachsende Zahl an tschechischen und polnischen Gästen und machte in diesen Zusammenhang die zunehmende Bedeutung von mehrsprachigen Personal und Informationsmaterial deutlich. Gut gestärkt ging es dann am Nachmittag noch an einen industriekulturhistorisch bedeutenden Ort in der Region. Wir besuchten gemeinsam mit unseren polnischen Partnern das Kraftwerksmuseum Hirschfelde. Das Technische Denkmal und Museum Kraftwerk Hirschfelde ist der verbliebene aber stattliche Rest des ältesten sächsischen Großkraftwerkes. Zentrales und augenscheinliches Thema ist Technik und Architektur. All das ist aber nur denkbar im Zusammenhang mit den Menschen, die das Kraftwerk entworfen, entwickelt und errichtet haben, die es bedienten und deren Leben diese Technik innerhalb und außerhalb dieses Kraftwerkes entscheidend mitbestimmt hat. Da aus bautechnischen Gründen die Maschinenhalle des Kraftwerkes Hirschfelde ab dem 31.10.2013 geschlossen wird, nutzten wir noch einmal die Chance zur Besichtigung. Das Hochwasser der Neiße stieg am 7.8.2010 auf einen bisher nicht dagewesenen Höchststand, bis zu 1,70 m stieg das Wasser im Gebäude an und beschädigte Archivgut, Ausstellungsstücke und Werkstätten. Aufgrund der Lage im Hochwassergebiet gibt es keine Chance zur Sicherung und Sanierung des angegriffenen Gebäudes.

Wir erfuhren viel Wissenswertes und Interessantes sowie manche Anekdote von Zeitzeugen und ehemaligen "Kraftwerkern". Der Verein der sich seit ca. 200 Jahren liebevoll und mit großen Engagement um den Erhalt des Technsichen Denkmals bemüht hat, wird gemeinsam mit der 2009 gegründeten Stiftung versuchen, das industriekulturelle Erbe zu erhalten.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Operationellen Programms für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Sachsen - Polen 2007-2013 sowie aus Mitteln der Europäischen Union und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

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